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Busstreik in Hessen
Busfahrer streiken am Donnerstag weiter
Florian Leclerc
Vielerorts in Hessen stehen die Busse weiter still.
 Foto: dpa
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In vielen wichtigen Städten Hessens müssen sich Pendler weiter auf Busstreiks einstellen. Der Ausstand soll wegen des Tarifstreits auch am Donnerstag fortgesetzt werden.

Die Busfahrer privater Busunternehmern in Hessen setzen ihren Streik am Donnerstag fort. Es ist der vierte Streiktag der Beschäftigten von 20 privaten Busgesellschaften in Folge. Schwerpunkte sollen Frankfurt, Fulda, Hanau, Offenbach, Gießen und Marburg sein. Auch zu Solidaritätsstreiks sei wieder aufgerufen worden, teilte Verdi weiter mit. So sollen in Darmstadt, Hanau und Gießen auch die Fahrer von Straßenbahnen ihre Arbeit niederlegen.

Arbeitgeber-Vertreter hat die Gewerkschaft aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. „Nur im Ringen um einen realitätsnahen Kompromiss können die Rahmenbedingungen verbessert werden“, sagte Volker Tucher, der Geschäftsführer des Landesverbands Hessischer Omnibusunternehmer (LHO). Der Verband habe „großes Interesse an einer gütlichen Einigung“. Allerdings seien die Kostensteigerungen von 25 Prozent zu hoch.

Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Jochen Koppel, teilte daraufhin mit, „Wir hören die Botschaft wohl. Bis zur Stunde ist jedoch vom Arbeitgeber kein verbessertes Angebot eingegangen. Deshalb werden die Streiks, ebenso die Solidaritätsstreiks, zunächst auch morgen weitergehen.“

Verdi forderte die Arbeitgeber auf, einen konkreten Vorschlag zu unterbreiten, wie die Arbeitsbedingungen der Busfahrer verbessert werden können. „Dann sind wir bereit, wieder zu verhandeln.“ Verdi  fordert eine stufenweise Erhöhung des Lohns bis auf 13,50 Euro die Stunde. Die Arbeitgeber wollen eine Laufzeit bis Ende 2018 und bieten einen Anstieg des Lohns auf bis 12,65 Euro. Derzeit beträgt der Stundenlohn 12,00 Euro.

Außerdem soll es nach Willen der Gewerkschaft einen zusätzlichen Tag Urlaub, eine betriebliche Altersversorgung und keine Abzüge beim Wenden oder bei Standzeiten geben.

In Frankfurt fahren U-Bahnen, S-Bahnen, Straßenbahnen und Regionalzüge,  außerdem die  Buslinien 35, 45, 47, 48, 57, 81, 82, OF-64, OF-67 und 551 sowie MKK-23 und MKK-25, teilte die Nahverkehrsgesellschaft Traffiq mit. In Darmstadt werden zusätzlich die Straßenbahnen bestreikt.

Weitere Infos: www.rmv.de

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