HOME FRANKFURT
Werbung
Schiesserei in Frankfurter Innenstadt
Anklage nach Schüssen im Rocker-Milieu
Götz Nawroth
Ermittler der Spurensicherung am Tatort (Archivbild).
 Foto: Michael Schick
Werbung

Nach einer blutigen Schießerei in der Frankfurter Innenstadt am Himmelfahrtstag 2016 wird ein 56-jähriger Hells Angel wegen versuchten Mordes angeklagt. Der Streit im Rocker-Milieu war am 5. Mai eskaliert.

Nach den Schüssen in der Frankfurter Innenstadt am Himmelfahrtstag 2016 erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage wegen versuchten Mordes. Einem 56 Jahre alten Griechen wird vorgeworfen, als langjähriges Mitglied der Hells Angels am Friedrich-Stoltze-Platz das Feuer auf einen Rivalen in einem Geländewagen eröffnet zu haben. Der Mann war in Rumänien festgenommen worden und sitzt seit seiner Auslieferung an die deutschen Behörden in Untersuchungshaft.

Ein 38-jähriger mutmaßlicher Komplize befindet sich noch immer auf der Flucht. In dem mit halbautomatischen Pistolen beschossenen Wagen wurde ein 41-Jähriger lebensgefährlich verletzt, der Mitglied bei den Rockern gewesen sein soll, bevor er den Frankfurter Hells Angels den Rücken kehrte. Auch ein 20-jähriger Begleiter des Mannes wurde auf der Rückbank des Wagens getroffen und schwer verletzt.

Hintergrund der Schießerei am 5. Mai ist ein vorangegangenes Treffen zwischen hochrangigen Vertretern verschiedener Charter aus dem Rhein-Main-Gebiet zur Beilegung von Streitigkeiten. Bei diesem Treffen im März 2016 soll der später angeschossene 41-Jährige handgreiflich geworden sein und  einen anderen Rocker verletzt haben, was seinen Ausschluss aus dem Charter „Westend“ zur Folge hatte.

Zunächst hatte es geheißen, der bei der Schießerei am Friedrich-Stoltze-Platz verletzte 41-Jährige gehöre zum Lager des im Oktober getöteten Gießener Hells-Angels-Boss Aygün Mucuk. Die Ermittler haben ihre Angaben aber inzwischen geändert. Die Beamten gehen demnach nicht davon aus, dass eine enge Verbindung bestand. (mit dpa)

Galerien zum Thema
Werbung
Weitere Meldungen aus dem Bereich
Exorzismus-Prozess
Frankfurter Partnerstadt