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Unfall bei Koblenz
Brückenteile klemmen Arbeiter ein
Rettungskräfte bei der Unfallstelle: Bei Abrissarbeiten ist eine Brücke über der B42 in Urbar bei Koblenz teilweise eingestürzt.
Foto: dapd
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In Urbar bei Koblenz sind Arbeiter an einer über die Bahngleise führenden Brücke mit Abbrucharbeiten beschäftigt, als die Brücke einstürzt.

Dramatische Rettungsaktion nach einem Brückeneinsturz in der Nähe von Koblenz: Am Samstagabend sind mehrere Menschen in Urbar unter Trümmern begraben worden. Zwei Bauarbeiter wurden lebensgefährlich verletzt, eine Person trug schwere Verletzung davon und drei weitere Menschen wurden leicht verletzt, wie ein Notarzt der Nachrichtenagentur dapd sagte. Ein Bauarbeiter war mehrere Stunden lang unter den herabgestürzten Stahl- und Betonteilen eingeklemmt.

Das Unglück ereignete sich um kurz nach 18 Uhr. Die Brücke über die Bundesstraße 42 und die angrenzenden Bahnschienen sollte am Samstag regulär abgerissen werden. Daher war auch die viel befahrene Bundesstraße ab 14 Uhr voll gesperrt. Laut Feuerwehr brach plötzlich ein Teil herunter und begrub die Arbeiter unter sich. Die Rettungsarbeiten seien „äußerst schwierig“ gewesen, sagte Feuerwehrsprecher Norbert Gras.

Drei Personen konnten sich aus eigener Kraft befreien, drei weitere waren unter den Trümmern begraben. Der Versuch, die Verschütteten mit einem Kran zu bergen, scheiterte zunächst. Zwei Arbeiter konnten dennoch schnell gerettet werden, die dritte Person blieb jedoch bis kurz vor 21 Uhr eingeklemmt. Während der Rettungsaktion mussten Ingenieure immer wieder die Statik des zerstörten Bauwerks prüfen. Der Einsatz sei sehr riskant gewesen, betonte Gras.

Feuerwehr ging mit Spezialschneidern ans Werk

Die Feuerwehrmänner machten sich mit speziellen Plasmaschneidern an die Arbeit und konnten den Mann schließlich retten. Die Einsatzleitung hatte damit gerechnet, den Mann nur noch tot bergen zu können. Es sei großes Glück gewesen, dass er noch am Leben war, sagte der Feuerwehrsprecher. Sein Zustand sei aber lebensbedrohlich.

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vallendar, Fred Pretz, sagte, es stehe noch keine genaue Ursache für das Unglück fest. Die Staatsanwaltschaft habe die Ermittlungen aufgenommen. Laut Pretz stürzte das Brückenteil plötzlich herab. Die sechs betroffenen Arbeiter befanden sich dabei auf und unter der Brücke. „Wir hoffen jetzt, dass es den Verletzten bald wieder besser geht“, sagte Pretz. Die Fuß- und Fahrzeugbrücke sollte ihm zufolge angerissen werden, weil sie marode war und nicht mehr genutzt werden konnte.

Laut Pretz werden die Bundesstraße und die rechtsrheinische Bahnstrecke vermutlich längere Zeit gesperrt bleiben. An der Rettungsaktion waren etwa 90 Einsatzkräfte beteiligt. (dapd)

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