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Amoklauf in Newtown
Unterricht hinter Panzerglas
Steffen Hebestreit
Nach dem Amoklauf von Newtown werden die USA wohl noch stärkere Sicherheitsvorkehrungen an Schulen treffen.
Foto: dapd
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So traurig es ist, stehen die USA vor einer neuen Runde der Aufrüstung: Panzerglas an Schulen, bewaffnete Wachdienste und noch stärkere Sicherheitsvorkehrungen werden die Folge von Newtown sein. Ein Kommentar.

Das Entsetzen ist groß − nicht nur in Newton, Connecticut. Nicht nur in den USA, nein weltweit. Ein 20-jähriger Amokschütze stürmt in eine Grundschule und tötet in kürzester Zeit 27 Menschen, darunter 20 Jungen und Mädchen, die ihre Schullaufbahn gerade erst begonnen haben. Die Tat ist unfassbar. Genauso unfassbar werden alle Versuche sein, die Hintergründe für diese Wahnsinnstat zu verstehen.

US-Präsident Barack Obama hat in seiner bemerkenswerten Reaktion auf das Massaker von Newtown erklärt, solche Vorfälle passierten einfach zu häufig, um zur Tagesordnung übergehen zu können. Recht hat er damit. Doch natürlich wird genau das passieren: Die Waffenlobby in den USA wird auch bei Adam Lanza von einem bedauerlichen Einzelfall sprechen und jegliche Einschränkungen der laxen Waffenrechts-Gesetzgebung in den USA verhindern.

Parallelen zum Tempolimit

Die US-Amerikaner sind in diesem Punkt ähnlich irrational wie wir Deutschen beim Thema Tempolimit. Denn freie Fahrt für freie Bürger begreifen wir als Teil unserer nationalen Identität − und jeden schweren Autounfall spielen wir zum Einzelfall, zum bedauerlichen Einzelfall herunter.

So traurig es ist, stehen die USA vor einer neuen Runde der Aufrüstung: Panzerglas an Schulen, bewaffnete Wachdienste und noch stärkere Sicherheitsvorkehrungen werden die Folge von Newtown sein, damit sich Sechsjährige im Unterricht wieder sicher fühlen können.

Die Opfer von Newtown
Grace McDonnell, 7 Jahre alt
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