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Bremen vs. Nürnberg
Abseitstor rettet Bremen
Frank Hellmann
Remis zum Hinrunden-Schluss: Werders Eljero Elia (l.) und Nürnbergs Timothy Chandler.
Foto: dpa
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Im letzten Spiel der Vorrunde trennen sich Werder Bremen und Nürnberg 1:1. Nachdem Gebhart die Franken in Führung geschossen hatte, gleicht Petersen kurz vor Ende glücklich für Werder aus.

Ganz am Ende nach dem turbulenten Schlussakkord am dritten Adventssonntag im Bremer Weserstadion sind nicht eben nette Worte gefallen. Sokratis, der tüchtige griechische Abwehrrecke beim SV Werder, schimpfte über die destruktive Spielweise des Gastes, woraufhin Raphael Schäfer, der meinungsstarke Tormann des 1. FC Nürnberg, den Widerpart aufgebracht daran erinnerte, mit welcher Spielweise sein Heimatland beispielsweise einst den EM-Titel eingeheimst habe. „Ist doch schön, dass es solche Emotionen gibt“, konstatierte Werder-Coach Thomas Schaaf später, der das Handgemenge und Gedränge aus sicherer Entfernung beobachtet hatte, „im Grunde ist doch nicht viel passiert.“

In der Tat hat das 1:1 (0:0)-Remis keine tabellarischen Veränderungen gebracht, und doch konnte gerade Club-Kollege Dieter Hecking nicht so entspannt mit seinen Krücken aufs Podium zur Pressekonferenz humpeln. „Als Nürnberger Trainer muss ich heute sagen: ,Es reicht mir!‘ Die Linienrichter werden gut bezahlt, wenn sie eine solche Abseitsstellung nicht sehen, und wir dadurch zwei Punkte verlieren, ärgert mich das maßlos.“ Hecking meinte den späten Ausgleichstreffer des Bremer Stürmers Nils Petersen, der einen Schuss des starken Kevin de Bruyne aus Abseitsposition in die Maschen gelenkt hatte (88.).

Weder Schiedsrichter Manuel Gräfe noch sein vor der Südtribüne postierter Assistent Markus Häcker zweifelten die Rechtmäßigkeit des 1:1 an, was Club-Keeper Schäfer zürnen ließ: „Jeder von uns hat das gesehen.“ Schäfer erinnerte ferner an die Benachteiligung in einer ähnlichen Situation in Leverkusen, „deshalb fehlen uns drei Punkte auf dem Konto.“ Mitspieler Hanno Balitsch sprach in der ersten Erregung gar von „geklauten Zählern“.

"Überragende Werder-Mannschaft"

Immerhin waren die Franken so frei, dass ein Sieg – Timo Gebhart hatte nach einem mustergültigen Konter die lange recht passive Hecking-Elf überraschend in Führung gebracht (82.) – des Guten zu viel gewesen wäre. Tenor des Torschützen Gebhart in der Gesamtbetrachtung: „Das Unentschieden war verdient.“ Sein Trainer Hecking wollte gar die erste Halbzeit eine „überragende Werder-Mannschaft gesehen haben“.

Die Bremer zeigten zumindest den größeren Offensivdrang. Ihre beste Chance verstolperte Marko Arnautovic (36.), der wegen seiner fünften Gelben Karte den Rückrundenauftakt am 19. Januar gegen Meister Dortmund verpassen wird. Der Rechtsaußen: „Für mich war alles Scheiße. Einzig das Wort Urlaub hört sich jetzt noch gut an.“

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